facade4zeroWaste

Forschungs- und Entwicklungsprojekt "facade4zeroWaste" IAT TU Graz -- Sto SE & Co. KGaA, Sto Ges.m.b.H. start: 10.2009 Ziel des Fassadenforschungsprojektes facade4zeroWaste ist die Entwicklung einer Fassade der 4.Generation. Die von Menschen hergestellten, baulichen Hüllen haben in der Vergangenheit bisher drei wesentliche Entwicklungsstadien durchlaufen: Bei den ersten baulichen Anlagen stand der Witterungsschutz im Vordergrund. Der nächste Abschnitt begann mit der bewussten Gestaltung der Hülle unter optischen Gesichtspunkten. Aufgrund der Energiekrise in den 1970er Jahren wurde der dritte Schritt zur Reduktion der Heizenergie durch wärmedämmende Maßnahmen vollzogen. Ausgelöst durch die Diskussion um den Klimawandel beschäftigt sich die Baubranche seit geraumer Zeit mit dem Thema des nachhaltigen Bauens. Damit deutet sich der nächste und damit vierte Entwicklungsschritt an. Das Fassadenforschungsprojekt facade4zeroWaste strebt die Erarbeitung eines nachhaltigen, effizienten Nachfolgers für die aktuell vorherrschenden Wärmedämmverbundsysteme an. Durch die Zusammenarbeit zwischen Sto als einem der Marktführer im Bereich WDVSysteme und dem Institut für Architekturtechnologie der TU Graz soll in dem Projekt ein System entwickelt werden, das gestalterische Qualitäten wie angemessene Oberflächen(Strukturen) und eine hohe Variabilität mit der Einfachheit von WDVS in der Verarbeitung kombiniert und die für die Zukunft wichtigen Charakteristika rund um das Thema Nachhaltigkeit ergänzt. Das im Titel inkludierte 4.0 ist somit nicht nur als erster Versionsstand der nächsten Fassadengeneration zu lesen. Es deutet darüber hinaus die angestrebten Ziele hinsichtlich einer ausgeglichenen Gesamtenergiebilanz an sowie der vollwertigen Recyclebarkeit der Baustoffe ohne dadurch einen erhöhten Wartungsaufwand entstehen zu lassen. Hinzu kommt, dass die Brauchbarkeit neuer und hochleistungsfähiger Materialien und Technologien in der Architektur noch nicht erprobt bzw. deren Potential noch nicht einmal erkannt ist. Pressemitteilung Europäischer Recyclingpreis 2015 für TU Graz und Sto Die Gebäudefassade ‐ erst war sie nur Witterungsschutz, dann auch Gestaltungselement. Später übernahm sie zusätzlich wärmedämmende Aufgaben und künftig wird sie auch noch annähernd vollständig wiederverwertbar sein. Denn in fünf Jahren sollen 70 Prozent der Baustoffe recycelbar sein, fordert die EU vom Bausektor. Nach vier Jahren Forschung und Entwicklung präsentierte das Team vom Institut für Architekturtechnologie der Technische Universität Graz gemeinsam mit Sto als Technologieführer im Bereich Fassadendämmung jetzt eine Studie für die Gebäudehülle der Zukunft: Statt Kleber kommt Klettverschluss zum Einsatz, was die Fassade in ihre Hauptsystemkomponenten trennbar und wiederverwertbar macht. Im Rahmen des Projekts „facade4zeroWaste“ wurden einige Patente angemeldet. Dieses Projekt wurde jetzt mit dem europäischen „Baustoff‐Recycling‐Award 2015“ ausgezeichnet. Weitere Informationen über Sto SE & Co. KGaA, Herrn Tobias Bosse, t.bosse@sto.com Forschungsteam IAT Univ. Prof. Dipl. Ing. Arch. Roger Riewe Univ.- Projectass. Dr. techn. Dipl.-Ing. Arch. Ferdinand Oswald Dipl. Ing. Arch. Tim Lüking Alexander Poschner Katharina Hengel Ernst Dengg Johannes Würzler Christian Schwarzinger Patrick Reynolds Robert Günther Michael Martinelli Katharina Volgger Barbara Weingartner Jakob Zöbl Von der Wissenschaft zur Innovation Alle zwei Jahre ehrt die TU Graz im Rahmen eines Festaktes ihre ErfinderInnen. Als einzige Mitglieder der Architekturfakultät war das Team des Forschungsprojektes facade4zeroWaste vom Institut für Architekturtechnologie vertreten. Neben Professor Roger Riewe wirkten Katharina Hengel, Tim Lüking und Ferdinand Oswald an der Einreichung von inzwischen einigen Patentanträgen zu einem neuen Fassadensystem mit. Auftraggeber des Forschungsprojektes ist die Sto Ges.m.b.H. Im kommenden Jahr soll die Studie an einem ersten Versuchsgebäude realisiert werden. Das Fassadensystem "facade4zeroWaste" gewann den Recycling Preis 2015 der European Quality Association for Recycling e.V. (EQAR). Die Preisverleihung fand am 8. Mai 2015 im Rahmen des „Congress of Construction Material Recycling in Europe“ in Rotterdam Niederlande statt. Fotos facade4zeroWaste